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Jeder hat bei der Arbeit ja so seine ganz persönlichen Achillesfersen. Meine ist die Aufmerksamkeit. Und zwar für den Blick durch den Sucher und auf die kleinen Zahlen, die dort eingeblendet werden. Dadurch übersehe ich manchmal, dass die Einstellungen, die für ein Foto kurz zuvor genau richtig waren, für das nachfolgende nicht passen. Einfach weil sich die Bedingungen geändert haben.

Nun kam es also, wie es mal wieder kommen musste. Ich wechselte von meinem sehr lichtstarken Weitwinkelobjektiv auf mein im Verhältnis deutlich lichtschwächeres Tele. Und weil eben nicht mehr so viel Licht durchpasste, entschied meine Cam, die Belichtungszeit raufzusetzen. Statt der mindestens 320stel Sekunde war es nun eine stattliche Hundertstel. Klingt immernoch kurz, kann aber für ein 200-Millimeter-Tele geradezu eine Ewigkeit sein.

Der Grund ist ganz einfach. Doch dazu ein kurzer Ausfug in die Geometrie. Zum Kreis. Je nach Radius variiert bei Veränderung des Winkels die Länge der Kreisbahn. Dasselbe passiert bei einem Tele. Weil sich wegen des größeren Abstandes zum Modell also der Radius und somit die Kreisbahn vergrößern, machen sich leichte Bewegungen der Kamera während des Auslösens viel eher bemerkbar.
Kurzum: Das Bild verwackelt.

So auch beim heutigen Foto. Und auch wenn ich kein Freund des übermäßgen Einsatzes Photoshops bin, so hat die neueste Version einige tolle Funktionen. Darunter die Korrektur von Verwacklungsunschärfen. Man braucht etwas Fingerspitzengefühl, aber ich glaube, ich hab es ganz gut hinbekommen, oder? 😀

Das Foto in groß.

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