Leipziger Fotomarathon – Maja macht den Anfang

Also mein ganz persönlicher. Denn eigentlich ist der Leipziger Fotomarathon eine Erfindung des Vereins „Kreatives Leipzig e.V.“, bei dem eine größere Zahl Teilnehmer nach bestimmten Vorgaben eine Fotostrecke erstellt. Das Besondere liegt dabei in der individuellen künstlerischen Interpretation und Umsetzung der einzelnen Vorgaben und so gibt es am Ende zu einem Thema unter Umständen 100 grundverschiedene Bilder.

Mein eigener Fotomarathon hingegen bestand aus drei zauberhaften jungen Damen, die zum Teil nicht unterschiedlicher sein konnten. Maja, Jolina und Judy. Ich war jüngst nach Düsseldorf gezogen, hatte aber noch einiges in Dresden abzuholen. Maja hatte ich vor einigen Monaten mal um ein Shooting gebeten, Jolina meldete sich bei mir und Judy war abermals ein länger gehegter Wunsch meinerseits. Und in genau dieser Reihenfolge waren die Termine auch geplant.

Maja machte es mir recht einfach. Da ich mich in Leipzig nur begrenzt auskannte, schlug sie vor, wohin es gehen sollte. Die alte Baumwollspinnerei, die heute vor allem eine Vielzahl kreativer Unternehmen beherbergt, besteht im wesentlichen aus alten Industriegebäuden der 1880er Jahre, die noch bis zur deutschen Wiedervereinigung in Betrieb waren.
Dummerweise begann unser Termin mit einer Panne. Ich musste dieses mal selbst lernen, dass jene, die lesen können, klar im Vorteil sind. Denn während Maja mir schrieb, wir träfen uns in der Alten Salzstraße in Leipzig, gab ich im Navi lediglich die Salzstraße ein. Und wunderte mich schon unterwegs, warum ich auf der Autobahn einmal um die ganze Stadt und schließlich Leipzig-Nord zur Ausfahrt geführt wurde. Kurz dahinter befand sich dann auch schon die Salzstraße. Und ich stellte fest: Hier bist du falsch!

Mir blieb also nichts anderes übrig, als Maja kurz anzurufen und das Missverständnis zu klären. Und natürlich auch, um meine Verspätung anzukündigen. Denn von der Salzstraße in die Alte Salzstraße in Plagwitz waren es noch einmal ca. 25 Minuten. Immerhin habe ich bei Sonnenschein noch ein wenig von Leipzig kennengelernt. Und rückblickend wäre diese Stadt wohl auch die einzig in Frage kommende Option, sollte es mich doch noch einmal nach Sachsen ziehen.

Mit insgesamt einer halben Stunde Verzug traf ich dann schließlich an der alten Spinnerei ein, wo Maja geduldig auf mich wartete. Gemeinsam bahnten wir uns auch sofort unseren Weg auf das Gelände, sie ein Stück voran. Das Wetter überlegte derweil noch, was es wollte. Zwischen hellem Sonnenschein, ordentlichem Zug und Wolkenschatten war alles mal dabei. Wir schlenderten ein wenig über das Areal, wie immer mit Blick auf geeignete Kulissen, und lernten uns dabei ein bisschen kennen.

Erste Station wurde eine Rampe, die offenbar zu einem Maleratelier führte. Maja hochgesetzt, habe ich die ersten Bilder aus tieferer Perpektive als üblich versucht. Bald schon kletterte ich selbst auch hoch und machte in Augenhöhe weiter. Als ich das Geländer, an dem sie stand, entlang schaute, entdeckte ich im Hintergrund eine sehr interessante Wendeltreppe und wollte mir diese gern für später aufheben. Wie wir dann aber feststellen mussten, war sie leider nicht zugänglich.

Diese Treppe war jedoch nicht die einzige Kulisse, die uns der Bereich anbot. Neben einer kleinen Ziegeltreppe im Schatten, auf die durch die Bäume punktuelles Licht fiel, machte auch der nebenstehende Bauzaun eine gute Figur. Da etwas Sport am Tag gewöhnlich nicht schadet, kletterte ich ein wenig herum, um von der anderen Seite des Gitters schießen zu können. Zu dem zeitpunkt hatte außerdem die Sonne gerade mit dem Wind getauscht, sodass Majas Haare nicht immer ganz da blieben, wo sie sollten. Manchmal aber auch genau da, wo sie sollten.

Unsere letzte kleine Teillocation war schließlich ein Treppenaufgang gegenüber der Rampe. Etwas offener und höher mit kleiner Lagerfläche daneben. Durch ein großes Fenster über uns fiel die Sonne hinein. Genutzt haben wir erst besagte Fläche, aber wirklich gereizt hatte mich die Treppe an sich. Wie es Treppen nur allzu oft bei mir tun. Ich setzte Maja in die Mitte des unteren Bereichs, ließ das Licht, das vom Boden aus reflektiert wurde, auf sie scheinen und hielt direkt drauf, bis die Speicherkarte voll war.

Ohnehin musste ich etwas haushalten. Nach Maja standen schließlich noch Jolina und Judy auf dem Plan. Also machten wir beide uns wieder auf Weg zum Auto, wo sie von ihrem Mann schließlich abgeholt wurde. Da auch sie noch etwas vorhatte, passte das Timing ganz gut. Fix noch die Formalitäten geklärt, ging es quasi auf zu neuen Abenteuern. Naja, erstmal in die Mittagspause.

Zu den anderen Geschichten des Fotomarathons

Leipziger Fotomarathon II – Mit Jolina durchs Shopping-Chaos
Fotomarathon Leipzig III – Durch die Nacht mit Judy

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