Nicola – Über den Dächern Berlins

Was für eine Bude! So ungefähr war mein erster Eindruck, als ich das erste Mal bei Nicola zu Hause einkehrte. Ihre Eltern hatten wohl alles richtig gemacht. Eine schicke Dachgeschosswohnung in Friedenau mit drei Zimmern und zwei großen Terrassen. Ein Maisonette, wie ich es mir für mich auch sehr gut vorstellen könnte. Mit großem Wohnzimmer inklusive Kamin und Einbauküche, Schlaf- und Arbeits- bzw. Kinderzimmer sowie zwei Terrassen, von denen eine den Blick über die ganze Stadt erlaubt.

Da warteten dann die beiden Grazien auf mich. Die Schwesties. Nicola und Dana. Bei Dana wusste ich ja, was mich erwartet. Sie gehört zu meinem engeren Freundeskreis, kenne sie mittlerweile auch seit rund acht Jahren. Spaß war also schon jetzt garantiert. Aber, Objekt meiner Begierde war dann doch Nici.

Zuerst machten wir eine kleine Besichtigung, damit ich erst einmal wusste, was ich denn als Kulisse so zur Verfügung hatte. Derweil quatschen wir über Themen, die uns verbinden. In erster Linie das Tanzen bzw. den Tanzsport und auch die einen oder anderen Freunde. Zum Beispiel auch, was aus manchen davon über die Jahre geworden ist oder geworden sein mag. Viele habe ich nach meinem Umzug nach Dresden leider nicht mehr gesehen.

Etwas später entwickelten wir zu dritt einen kleinen Schlachtplan und ich holte die Kamera raus. Warm gemacht haben wir uns auf dem Sofa. Also vielmehr Nicola. Ich hab, wie üblich, in so manch akrobatischer Weise versucht, gute Perspektiven zu finden. Dana machte es sich unterdessen in einem großen grauen Sitzsack bequem. Besser gesagt, sie verschwand fast darin.

Als ich sie fragte, ob sie denn hin und wieder morgens aufsteht und sich zuerst einen Kaffee macht, meinte sie, das sei eines ihrer täglichen Rituale schlechthin. Treffer. – Im Übrigen nicht nur bei ihr. Wenig später ließ ich mir also von Nicola einen Kaffee kochen. Standesgemäß abgefüllt in eine Berlin-Tasse, versteht sich. Heimat bleibt eben Heimat. Während sie ihren Pott in der Hand hielt, stellte ich meinen ab und an mal beiseite, um die eine oder andere Situation in der Küche einzufangen.

Von dort ging es dann ins Schlafzimmer. Und das gleich mit zwei hübschen Frauen. Glück muss Mann haben. Auch wenn sich eine nur fotografieren lässt und die andere assistiert. Dort war dann ein bisschen klettern war angesagt. Rauf auf das Hochbett, welches einige interessante Perspektiven erlaubte.

Noch interessanter war jedoch die Perspektive im Bad. Auch hier fiel das Tageslicht durch eine Dachluke. Eine Luke, die auch über die obere Terrasse zugänglich war. Eine Gelegenheit, die ich mir nicht nehmen lassen wollte. Nicola wickelte sich also kurzerhand in ein Handtuch, setzte sich auf den Wannenrand und harrte der Dinge, während das Badewasser einlief. Ich hielt die Situation von oben fest.

Anschließend mussten wir uns ein klein wenig beeilen. Es war ja inzwischen Winter, kurz nach der Wintersonnenwende. Also wirklich kurze Tage. Ich glaube, Klärchen machte sich zu dieser Jahreszeit bereits gegen halb vier rar. Also haben wir die nächsten Bilder oben auf der Terrasse gemacht. Spätestens jetzt sieht man, wie toll die Ausblicke sind. Rathaus Friedenau, Fernsehturm, Friedrichstraße. Das Ganze ergänzt um eine süße Nicola und eingehüllt in eine wunderschöne rot-orangene Abendsonne. Mein heller Wollpulli steht ihr bestens, oder?

Nachdem wir uns allesamt die Finger abgefroren hatten, spurteten wir wieder ins Innere und wärmten uns ein paar Minuten auf. Bevor Dana langsam los musste, entstand eine kleine Serie auf der Wendeltreppe, die auf die obere Terrasse führt. Auch hier boten sich wieder tolle Perspektiven und Lichteinfälle.

Schließlich ließ Anstandswauwau Dana Nicola und mich allein. Ich hingegen hatte noch eine Kleinigkeit angedacht, bevor auch ich dann irgendwann den Weg zurück nach Dresden antrat. Wie eingangs erwähnt, verfügt die Wohnung auch über einen Kaminofen. Da ich selbst einen solchen zu Hause stehen habe, war es für mich keine große Herausforderung, den zu zündeln. Ein paar Bilder mit dem Feuer wollte ich gern noch auf die Speicherkarte bannen. Zwar war es schon recht dunkel geworden, aber meine gute alte Lady von Kamera hielt tapfer durch.

Als es am Ende ganz dunkel fing ich langsam an, zusammenzupacken. Was um diese Jahreszeit bereits gegen 17 Uhr war. Wir verabschiedeten uns und ich machte mich direkt auf den Weg in den Freistaat.
Damit ging ein wirklich gelungenes Wochenende zuende. Erst Assja, dann Nicola. Und alles in der guten alten Heimat. Fühlt sich jedes Mal gut an.

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