Mit Kati über den Dächern Düsseldorfs

So schnell kann es gehen. Zwei Wochen nach meinem letzten Besuch Düsseldorfs war ich vom 23. – 26. Oktober 2014 erneut in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens. Wie immer in erster Linie für’s Tanzsporttraining und dieses Mal auch, um die zukünftige Konkurrenz mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dafür fuhr ich mit meiner Tanzpartnerin Elise extra in die Stadt, die es nicht gibt.
Und bei dem, was ich vom Bielefelder Zentrum bisher gesehen habe, wäre ich als Anwohner fast froh über eine solche Verschwörungstheorie.

Doch vorneweg, um die Zeiten, in denen Elise beruflich unterwegs war, sinnvoll zu nutzen, habe ich für den Freitag Morgen mit Kati ein Fotoshooting ausgemacht. Mir schwebte von vornherein vor, es auf einem Hausdach durchzuführen. Nachdem ich solche Bilder bei einigen Kollegen schon einmal gesehen hatte, war es für mich an der Zeit, das auch einmal auszuprobieren.

Nun sind meine Ortskenntnisse in Düsseldorf jedoch noch recht begrenzt. Zwar weiß ich inzwischen ganz gut, wie ich von Elise zum Tanzsportverein in Grafenberg komme oder wo ungefähr die Altstadt, Bilk, Pempelfort und Eller liegen, aber wo es frei zugängliche und recht weitläufige Dächer gibt, da war ich dann doch recht überfragt.
Bis mir die Idee angetragen wurde, mal über Parkhausdächer nachzudenken. Die sind gewöhnlich gut zugänglich und Platz bieten sie auch.

Nach einiger Recherche und unter Berücksichtigung der Arbeitsstelle, zu der Kati anschließend musste sowie der geplanten Uhrzeit fand ich schließlich ein geeignetes in der Nähe der Oststraße. Dort angekommen, traf recht bald auch Kati ein und wir machten uns auf den Weg nach oben. Zuerst schauten wir uns in Ruhe um. Und vor allem schauten wir immer wieder nach oben. Ich hatte eigentlich darauf gehofft, dass wir das Licht der Morgensonne ausnutzen könnten. Doch leider machte uns die Wolkendecke einen Strich durch die Rechnung.

Nun, es galt, das Beste daraus zu machen. Nachdem wir uns ein wenig warm geschossen hatten, fiel Kati ein kleiner Schornstein auf. Anhand des Geruches war nur schwer zu ermitteln, zu was für einem Betrieb der gehörte, befanden ihn aber als erträglich, sodass wir den Rauch als Element in die nächsten Bilder einbrachten. Ihre Hoffnung war nur, dass der nicht unbedingt von einer Metzgerei war.

Irgendwann war es ihr dann aber doch zu viel und wir schauten uns weiter um. Am anderen Ende des Daches fiel mir dann etwas auf, das mir sehr recht kam. Dunkel gestrichene Holzpaneele. Nicht nur, dass die ganz hübsch aussahen, sie eigneten sich bei diesem trüben Wetter wunderbar als Abdunkler, also als Möglichkeit, das Licht etwas interessanter zu gestalten.

Einige Meter weiter und wir kamen zu den Bildern, für die wir uns in der Hauptsache verabredet hatten. Schließlich sollten die Dächer der Umgebung die Kulisse für unsere Fotos bilden. Wirklich hoch war der Rand des Daches nicht und so hatten wir einen guten Ausblick. Wenn auch nicht ganz rüber bis zum Rhein.

Mittlerweile war die Zeit fortgeschritten. Kati musste bald zu Arbeit, sodass wir unsere letzte Station anpeilten. Ein Stockwerk tiefer, also dem ersten überdachten Parkdeck, wollte ich mit dem Kontrast zwischen dem einfallenden Tageslicht und dem vergleichsweise dunklen Innenbereich arbeiten. Viele waren offenbar unterwegs, ds standen nur wenige Autos herum und wir konnten uns recht frei bewegen.

Zum Ende unserer Session wies uns ein „freundlicher“ Mitarbeiter des Parkhauses darauf hin, dass wir vor Ort keine Bilder machen dürften. Es sei Privatgrund und überall seien Kameras. Kati und ich fanden es zwar verwunderlich, dass uns trotz dieser Kameras nach ca. zwei Stunden noch niemand auf unser Vorgehen ansprach, geschweige Personalien oder Unterlassung verlangte, aber ich werde unseren Aufnahmeort mal lieber nicht namentlich nennen. Ich hätte natürlich etwas Werbung machen können, aber mir scheint, als möchte das Parkhaus lieber nicht mit unserem Shooting in Verbindung gebracht werden.

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