Martha & Anne – Spaß garantiert

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Sie sollte recht behalten. – Ich ging eigentlich nicht mehr davon aus, dass ich zu diesem Düsseldorfbesuch noch einen Aufnahmetermin bekommen sollte. Ich griff aber nach dem letzten Strohhalm und setzte in einigen lokalen Facebook-Gruppen einen Post ab. Martha und Anne reagierten sehr spontan darauf und eh ich mich versah, hatte ich mein Shooting im Sack.

So hieß es also aufzustehen, als es draußen noch dunkel war. Sonnenaufgang war nämlich zu dieser Jahreszeit, ja, wer errät’s? Klar, gegen 8 Uhr. Am Samstag. Da für 11 Uhr bereits Training angesagt war, musste das Shooting mit den Mädels möglichst früh angesetzt werden, damit wir von der Zeit auch was haben.

Treffpunkt war die Filiale eines bekannten Restaurants der Systemgastronomie, an dem ich prompt erst einmal vorbei lief, mich praktisch einmal im Kreis drehte und dann auch schon Martha vor der Nase hatte. Anne saß derweil noch in der Tram, die gerade an uns vorbei fuhr, weil sowohl sie noch unbedingt was beim Bäcker organisieren musste, als auch der Fahrer der Straßenbahn. Am Samstag Morgen geht das schon mal.

In der Altstadt herrschte noch recht buntes Treiben von der Nacht zuvor. Die Stadtreinigung beseitigte die letzten Reste aus Flaschen und sonstigem Müll, die Polizei die Schnapsleichen und Randalierer. Martha, Anne und ich streiften daran vorbei durch die Gassen und suchten uns erste Möglichkeiten. Recht bald fiel mir eine kleine Ecke auf, die wir nur deshalb nicht in Beschlag nahmen, weil ein vermutlich Betrunkener in der Nacht zuvor meinte, sein Revier markieren zu müssen.

 

Wir zogen weiter und entdeckten wenig später eine ähnliche Ecke und schossen uns dort erst einmal warm. Während ich Martha auf’s Korn nahm, berichtete Anne derweil von kleinen Planänderungen zugunsten einer wichtigen Verabredung, die ihr körperlich einiges abverlangen sollte. Dazu überreden ließ sie sich u.a. dadurch, dass ihr der eine oder andere Cupcake winken sollte.
Mit Verlaub, die Vorstellung, ihr stattdessen, wie bei einem Esel die Möhre, den Cupcake einfach vor die Nase zu hängen, gefiel Martha und mir erheblich besser.

Und so musste dafür auch die für mittags geplante Shoppingtour auf den Vormittag verlegt werden. Also direkt nach unserer Fototour. Auch erörterten wir dabei die Hintergründe zu Annes Verabredung, die nur allzu bald in Diskussionen um diverse männliche Vorzüge ausarten sollten. Ebenso, inwieweit die Größe des Fotoequipments Rückschlüsse darauf zulässt.

Klar wird, dass das Shooting schon zu diesem Zeitpunkt außerordentlich amüsant war. Nachdem wir den Alten Hafen unsicher gemacht hatten, zogen wir weiter Richtung Bäckerstraße und kamen dabei an einem kleinen Platz und einigen Wohnhäusern mit sehr ansehnlichen Balkonen vorbei. „Königin“ Anne zog in Erwägung, bei einem der Anwohner oben zu klingeln, um zu ihrem Volk sprechen zu können. Leider war der Platz, bis auf uns, praktisch leer, sodass sie diese Idee alsbald wieder verwarf. Stattdessen haben wir in der nächsten Gasse die aufgehende Sonne genutzt, für die wir uns so früh aus den Federn gequält hatten.

Anschließend schlenderten wir das Rheinufer entlang, ein weiteres Mal quer durch die Altstadt und erreichten bald unsere letzte Station. Den südlichen Hofgarten. Zu Großteilen waren noch immer Aufräumarbeiten wegen der Verwürstungen durch Sturm Ela im Gange. Auf der Suche nach schwarzen Schwänen, wurden wir an der Brücke über der Landskrone fündig und tobten uns abschließend an Ort und Stelle nochmal fotografisch aus.

Auf dem Rückweg wollte Anne noch einmal den Parkplatz des Steigenberger Parkhotels passieren, um eine kleine Autoschau abzuhalten. Ein kurzer Disput über die Korrelation der Männlichkeit zur Größe diverser Gebrauchsgegenstände, in diesem Fall Fahrzeuge, blieb dabei abermals nicht aus. Das Ergebnis lasse ich an dieser Stelle mal offen.

Und so wurde der Startpunkt zugleich zum Zielpunkt. Die Mädels setzten sich in die Bahn, ich machte mich auf zum Auto. Mit einem guten Gefühl, denn ich hatte neue Freunde gefunden. Bei einem weiteren Besuch traf ich wieder Martha sowie Freunde von ihr. Leider ohne Anne, weil die beruflich in Bremen unterwegs war. Und es werden weitere folgen, denn der Spaß setzte sich nahtlos fort und ich hatte gelacht, wie lang nicht mehr. – Das sind die Momente, die das Leben lebenswert machen.

Übrigens: Die beiden fotografieren auch. Unter den Namen Lightsprings und Aurigraphy. Schaut doch einfach mal rein!

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