Es werde Licht! Shooting mit Jenny & Lisa.

Ich bin ein Morgenmuffel. Das gebe ich sogar gern zu. Ich glaube aber auch, das geht den meisten Kreativen so. Genialität braucht eben Anlaufzeit. Es gibt aber natürlich auch Leute, die mit einer geradezu irren Freude früh aufstehen. Wie die Quietzsch-Zwillinge von ddpix zum Beispiel. Die machen einfach tolle Landschafts- und Stadtaufnahmen in den Nacht- und Morgenstunden. Klar, da ist ja auch tolles Licht.
Und genau dieses tolle Licht war einer der entscheidenden Motivatoren, sich eines Sommermorgens in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett zu quälen. Die anderen beiden hießen Jenny und Lisa. Zwei wirklich bezaubernde junge Damen. Die eine kürzlich fürs Studium nach Dresden gezogen, die andere zu Besuch aus dem Frankenland.

Lisa machte, als Hobbyfotografin, gleich deutlich, dass sie gern irgendwo an der Elbe shooten möchte. Da kam es natürlich sehr gelegen, dass ich erst kürzlich ein wunderschönes Fleckchen Erde in der Nähe des Diakonissenkrankenhauses gefunden habe. Die Mündung der Prießnitz in die Elbe. Wir trafen uns gegen halb sechs an der Diako, den Aufnahmeort bereits in Sichtweite.
Leider wurden wir im ersten Moment vom Licht enttäuscht, denn es hatten sich einige Wolken vor die Sonne geschoben. Sollte das, worauf wir uns gefreut hatten, ins Wasser fallen? Nun, Wasser spielte zwar später noch eine Rolle, aber zu diesem Zeitpunkt harrten wir gut und gern eine halbe bis ganze Stunde aus. Und erfreuten uns stattdessen am Anblick einer Entenmama und ihren putzigen kleinen Küken.

Und dann kam es endlich. Das Licht. Den eigentlichen Sonnenaufgang hatten wir verpasst und Klärchen stand schon etwas höher, als ich wollte, aber wir taten gut daran, nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen und stattdessen darauf zu hoffen, dass sich das Wetter noch auf unsere Seite schlägt.
Es konnte also losgehen und ich musste schnell feststellen, dass ich mich langsam doch um Gummistiefel bemühen sollte. Es war nicht das erste Mal, dass ich es mit feuchtem Gras oder knöchelhohem Wasser zu tun hatte. Denn direkt in der Bachmündung der Prießnitz lagen viele größere Steine und wir entschieden, die ersten Bilder dort zu machen. Am besten gegen das Licht, solang es noch so tief stand.

Während die Mädels keine Hemmungen hatten, einfach ihre Schuhe auszuziehen, kletterte ich irgendwie von Stein zu Stein. Ja, auch ich hätte die Schuhe und Socken ausziehen können, aber neben Morgenmuffel bin ich auch noch eine Frostbeule. Besonders, wenn die Füße kalt werden.

Das Licht war insgesamt einfach toll und ließ sich super ausnutzen, da die Hintergründe der vielen verschiedenen Perspektiven einfach schön anzusehen waren. Zur Prießnitz hinein war alles bewachsen und hatte etwas von einem Tunnel. Mit dem Licht wiederum hatten wir die Stadtkulisse Dresdens im Bild und von der Seite vor allem das Wasser der Elbe.
Leider gute Gründe, auch später noch einmal so früh aufzustehen. Es lohnt sich einfach. Ich glaube, gegen halb zehn waren wir dann soweit, verabschiedeten uns und machten uns auf den Weg nach Hause. Vier Stunden sind viel Zeit für eine Shootingverabredung. Vor allem, wenn man noch kein Frühstück hatte.

Zu den beiden Galerien geht’s hier: Jenny & Lisa

Und dazu noch einige Randnotizen…

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