BAGTION – Ein Konzept, das mich überzeugt

Schon in mehreren vorangegangen Beiträgen habe ich meine Ansicht bekräftigt, dass das Angebot und dessen Mehrwerte die Kaufentscheidung eines Verbrauchers beeinflussen sollten und nicht allein der Preis. Vor lauter Coupon-Angeboten und Preissuchmaschinen machen wir uns allerdings häufig nicht mehr die Mühe, etwas zu suchen, das dem entspricht, für das wir uns tatsächlich begeistern können. Klar, als Nutzer mag ich es, wenn mir Arbeit abgenommen wird.

Letzteres nun macht sich Bagtion in einer angenehmen Art und Weise zu Nutze. Mit seiner Plattform bagtion.de bietet mir das Unternehmen die Möglichkeit, Hotels nach meinen Bedürfnissen zu suchen. Und das spielerisch. „Meinen Koffer packen“ heißt es da. Zuerst suche ich mir meinen Koffer aus. Einen ganz einfachen fürs kleine Geld, einen im mittleren Preissegment oder gar einen Luxuskoffer. Anschließend geht es ans Aussuchen. Ich befinde mich in einem großen Zimmer. Ich sehe eine Meerjungfrau, Bigfoot, ein Frühstücksei, einen Kaffee, ein Surfbrett, einen Flipchart und viele viele andere Dinge, die bestimmte Lokalitäten, Angebote und Aktivitäten symbolisieren. Will ich Strandurlaub oder lieber durch die Stadt flanieren? Durch die Shopping-Meilen wandern oder doch eher durch den Wald? Bowling, Tanzen, Skifahren oder Golf und Tennis?

Hier bin ich interaktiv, habe Unmengen zu entdecken und staune mitunter, was ich alles im Urlaub machen könnte. Für Hoteliers mit Nischenangebot möglicherweise eine Goldgrube, denn manch Besucher wird von großer Neugier überrannt und bucht aus purem Interesse an einer neuen Aktivität einen entsprechenden Beherbergungsbetrieb.

Habe ich nun alles ausgewählt, sehe ich, wie viele Häuser mit dem gewünschten Angebot übrig sind. Diese werden mir anschließend aufgelistet. Mehr nicht. Keine Spur von Preis oder Buchung. Nur das Hotel samt Miniaturansicht und dessen Standort.
Ab sofort sind die Anbieter gänzlich ihres eigenen Glückes Schmied. Je ansprechender und nutzerfreundlicher der jeweilige Auftritt gegenüber eines direkten Mitbewerbers ist, desto höher die Chance auf eine Buchung. Eine DIREKTE Buchung. Eine Buchung, bei der ich als Gast schon derart begeistert bin, dass ich gar nicht mehr so sehr auf den Preis achte bzw. mir sage, dass es mir das Geld wert ist. Hier ist „Geiz ist geil“ nicht mehr wichtig. Und wenn doch, ist es Sache des Betreibers, mir ein Sonderangebot zu unterbreiten.

Darüber hinaus fließen keine Provisionen auf ohnehin schon viel zu günstige Zimmerpreise. Nur eine kleine Monatsgebühr für den Unterhalt von Bagtion. Derzeit sind knapp 2.700 Häuser auf Bagtion gelistet und ich wünsche mir, dass es noch mehr werden.
Derzeit, so erklärte mir Bagtion via Facebook, sei das Konzept die „Ziellose Reise- und Hotelsuchmachine“. Allerdings habe man im Hinterkopf, die Suche auch regional einzugrenzen.
Ich bin gespannt.

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