Was ist kreative Arbeit wert?

Eben wurde ich über das große blaue soziale Netzwerk auf ein Video aufmerksam. Es zeigt auf amüsante Art und Weise sehr anschaulich, wie es aussähe, wenn so manche Preis- und Leistungsverhandlungen mit Kreativen wie Grafikern, Webentwicklern, oder Fotografen auf alltägliche Dinge übertragen würden.

Ich persönlich gehe dem aus dem Weg, in dem ich meinen Interessenten von vornherein klare Preise kommuniziere. Wenn diese ggf. weniger Budget geplant haben und mich daraufhin massiv herunter handeln wollen, dann kommen wir eben nicht zusammen oder sie geben sich mit weniger zufrieden. In meinem Fall mit weniger Fotos.

Denn die eierlegende Wollmilchsau, also die Kombination aus großartig, schnell und billig, ist und bleibt ein Mythos.

Der Link zum Video.

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3 comments on "Was ist kreative Arbeit wert?"

  1. Dein Post und das Video treffen den Nagel auf den Kopf!

    Danke dafür. Es ist schade, dass das Können und die Zeit, die in Kreativität hinein fließt, nicht so Wert geschätzt wird, als zum Beispiel die Reparaturleistung des heiß geliebten Autos. Im Endeffekt ist kreative Leistung nämlich nichts anders: Es hilft – in welcher Ausprägung auch immer – sich besser darzustellen. Sei es die passende Melodie, das perfekte Präsentationsfoto oder das eigene Corporate Design inkl. Logo, Schrift und Text. Es ist immer wieder ein Kampf, das den verhandlungspartnern verständlich zu machen.

  2. Matthias Neidhardt on

    Genialer Post. Wirklich schade, dass Webdesign und andere kreative Leistungen bei vielen nicht den Preis wert sind, den es wert sein sollte. Aber die Onlinegestaltungsfunktionen von diversen Druckportalen und Webbaukästen von großen Hosting- und Telekommunikationsanbietern führen zu einem (falschen) Selbstverständnis von Werbung und deren Wirkung. Wie heißt es in diesem Punkt so schön: Wer mit Bananen bezahlt, bekommt eben nur Affen.

  3. Martin Schlichting on

    Ich für meinen Teil vermute, dass der Hauptgrund darin liegt, das gestalterische Tätigkeiten für viele Menschen zu abstrakt sind. Sie können sich nicht vorstellen, worin dabei die Arbeit liegt und so werden sie eben auch nicht als solche wahrgenommen. Keine Arbeit = kein Geld.
    Dass Gestaltung zu Großteilen aus einzuhaltenden Gesetzmäßigkeiten besteht und damit in der Tat ein Handwerk ist, dem durch Intuition, Vorgaben und persönlichem Stil das i-Tüpfelchen aufgesetzt wird, ist allgemein leider schwer vermittelbar.
    Daher ist es nur logisch, dass bei Onlinegestaltungsfunktionen dieses falsche Selbstverständnis entsteht, denn die gestalterische Arbeit wurde dem Anwender im Vorfeld abgenommen. Schließlich sind die unzähligen und doch untereinander ähnlichen Designs bereits vorgegeben. Lediglich einzelne Bausteine werden verändert. Das ist zwar grundsätzlich nicht schlecht, individuell und herausragend wird es jedoch nie.

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